Pizzoccheri della Valtellina sind ein kulinarischer Klassiker aus der Lombardei. Die rustikalen Buchweizennudeln werden mit Kartoffeln, Wirsing und viel geschmolzenem Käse kombiniert – ein echtes Wohlfühlgericht für kalte Tage. Deftig, cremig und voller Aromen aus den italienischen Alpen.

Pizzoccheri della Valtellina
Zutaten
- 400 g Pizzoccheri (Buchweizennudeln)
- 250 g Kartoffeln festkochend
- 250 g Wirsing oder Mangold
- 200 g Fontina oder Valtellina Casera Käse in Würfeln
- 80 g Parmesan, frisch gerieben
- 80 g Butter
- 2 Zehen Knoblauch
Anleitungen
- Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Wirsing waschen und in Streifen schneiden.
- In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Kartoffelwürfel und Wirsingstreifen hineingeben und etwa 10 Minuten kochen.
- Nach 10 Minuten die Pizzoccheri hinzufügen und weitere 12–15 Minuten mitkochen, bis die Nudeln gar sind.
- In einer kleinen Pfanne die Butter schmelzen und den fein gehackten Knoblauch darin goldbraun anbraten.
- Nudeln, Kartoffeln und Wirsing abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Die Mischung schichtweise in eine Schüssel füllen, mit Fontina und Parmesan bestreuen und jeweils etwas Knoblauchbutter darübergeben.
- Mit etwas Kochwasser vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.
Notizen
Nährwerte
Beliebtheit in der Schweiz und regionale Abwandlungen
Die Buchweizennudeln sind nicht nur in Norditalien, sondern auch in der Schweiz, vor allem im Kanton Graubünden und im Tessin, sehr beliebt. Dort sind sie oft fester Bestandteil der regionalen Alpenküche und werden in traditionellen Gasthäusern serviert.
Die Schweizer Varianten unterscheiden sich leicht:
- Häufig wird Wirz (Wirsing) durch Krautstiel (Mangold) ersetzt.
- Manche Rezepte verwenden Greyerzer Käse statt Casera oder Fontina. Dieser kräftige Hartkäse gibt dem Gericht eine etwas intensivere Note.
- In Graubünden wird das Gericht manchmal mit Bündner Bergkäse verfeinert, wodurch eine besonders würzige Variante entsteht.
So zeigt sich: Jede Region interpretiert das Gericht ein wenig anders, aber die Grundidee bleibt gleich – Buchweizennudeln, Gemüse, Kartoffeln und Käse verschmelzen zu einem deftigen, nahrhaften und wärmenden Wohlfühlgericht.
Warum sind Pizzoccheri so beliebt?
Pizzoccheri sind ein typisches Beispiel für gesunde Wohlfühlküche ohne Verzicht:
- Der Buchweizen ist reich an Mineralstoffen, Ballaststoffen und pflanzlichem Eiweiß.
- Die Kombination aus Gemüse, Kartoffeln und Käse macht das Gericht nahrhaft, sättigend und zugleich ausgewogen.
- Durch die rustikale Zubereitung eignet es sich perfekt für Familienessen oder gemütliche Abende im Winter.
Pizzoccheri sind damit nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein Stück gelebte Alpenkultur – von Italien bis in die Schweiz.
Welchen Käse verwendet man für dieses Rezept?
Traditionell verwendet man den regionalen Valtellina Casera, einen halbfesten Kuhmilchkäse aus der Lombardei. Er hat ein mild-nussiges Aroma, das perfekt mit dem Buchweizen harmoniert. Alternativ passt auch Fontina sehr gut, ein würziger Käse aus dem Aostatal. Wer es kräftiger mag, kann Bergkäse, Taleggio oder sogar eine Mischung verwenden. Wichtig ist, dass der Käse schön schmilzt und den typischen cremigen Charakter des Gerichts unterstützt.
Was sind Pizzoccheri?
Pizzoccheri sind Buchweizennudeln, meist in kurzen, breiten Bandnudelstreifen geschnitten. Sie stammen aus der norditalienischen Region Valtellina in den Alpen. Der Teig besteht in der Regel zu etwa 80 % aus Buchweizenmehl und 20 % aus Weizenmehl, was den Nudeln ihre dunkle, graue Farbe und einen kräftig-nussigen Geschmack verleiht.
Und was ist die Valtellina-Variante?
Mit „Veltliner-Pizzoccheri“ ist die ursprüngliche Form des Gerichts gemeint – also die Variante aus dem Valtellina-Tal (deutsch: Veltlin). Dort gehört es zu den kulinarischen Aushängeschildern und ist eng mit der alpinen Esskultur verbunden. Traditionell werden die Nudeln zusammen mit Kartoffeln, Wirsing (oder Mangold) und Käse geschichtet und mit Knoblauchbutter übergossen.
Wie lange kocht man die Buchweizennudeln?
Die Kochzeit liegt bei etwa 12–15 Minuten, abhängig von der Dicke der Nudeln. In der Regel werden sie gemeinsam mit Kartoffeln und Gemüse gegart, damit die Zutaten schon während des Kochens ihre Aromen austauschen.
Wirz, Wirsing oder Kohl?
In Italien wird für Pizzoccheri meist Verza verwendet – das ist der italienische Begriff für Wirsingkohl. In der Schweiz nennt man ihn Wirz, in Deutschland Wirsing. Gemeint ist aber immer das gleiche Gemüse: ein mild-würziger Kohl mit kraus-grünen Blättern, der durch das Kochen zart und aromatisch wird. Alternativ kann auch Mangold genutzt werden, wenn kein Wirsing erhältlich ist.
Häufige Fragen zu Pizzoccheri della Valtellina
Welchen Käse nimmt man für Pizzoccheri?
Traditionell wird Valtellina Casera verwendet – ein regionaler Käse aus der Lombardei. Alternativ passen auch Fontina, Bergkäse oder Taleggio. Wichtig ist, dass der Käse gut schmilzt und die typische Cremigkeit verleiht.
Was sind Pizzoccheri?
Pizzoccheri sind Buchweizennudeln, meist in kurzen Bandnudelstreifen. Sie stammen aus dem Valtellina-Tal in Norditalien und gehören dort zu den bekanntesten alpinen Spezialitäten.
Was sind Veltliner-Pizzoccheri?
Mit „Veltliner-Pizzoccheri“ ist die ursprüngliche Variante aus dem Valtellina-Tal (Veltlin) gemeint. Dort wird das Gericht traditionell mit Wirsing, Kartoffeln und Casera-Käse zubereitet.
Wie lange kocht man Pizzoccheri?
Pizzoccheri kochen etwa 12–15 Minuten. Meist werden sie zusammen mit Kartoffeln und Wirsing gegart, damit sich die Aromen optimal verbinden.
Wirz, Wirsing oder Verza – was ist gemeint?
Alle Begriffe bezeichnen denselben Kohl: In Italien heißt er Verza, in der Schweiz Wirz und in Deutschland Wirsing. Sein mild-würziger Geschmack und die krausen Blätter machen ihn zur perfekten Zutat für Pizzoccheri.
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